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Fotos vom Ronda, einem Ort auf
dem Felsen
Ronda, ein kleiner
Ort in Andalusien, thront auf einem Felsplateau,
auf der Höhe von 720 Meter. Die Stadt liegt
inmitten einer Berglandschaft in Provinz Malaga.
Ihr einzigartiges Stadtbild verdankt sie einer
tiefen, spektakulären Schlucht, die zwei Teile
des Ortes voneinander trennt. Über die Schlucht
führt eine neue Brücke, die die Altstadt und
Neustadt verbindet. Dieser großartige,
monumentale Bau wurde in der 2. Hälfte des 18.
Jahrhunderts errichtet. Hier beginnen die
meisten Touristen ihre Besichtigungen des Ortes.
Von der Brücke aus kann man fantastische Fotos
der Felsen und eines kleinen Flusses Guadalevin,
der unten in Tiefe von über 100 m fließt,
schießen.
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Wenn man in die Schlucht von
Ronda heruntersteigt, kommt in die Nähe der
alten und der noch benutzten, arabischen Brücke.
Von hier aus sind es nur ein paar Schritte zu
den Ruinen der Arabischen Bäder (am besten
erhaltenen Anlage dieser Art in Andalusien)
Die Vergangenheit des Ortes ist, wie der ganzen
Region, ereignisreich. Tausende Jahre lang
bekriegten sich hier die Völker. Die Gebiete
wurden erobert, erkämpft, die Städte zerstört
und wieder aufgebaut. Laut archäologischen
Funden wurde diese Region schon in Altsteinzeit
besiedelt. Etwa 20 km südwestlich von Ronda
entdecke man eine große, ungefähr 2 km lange
Höhle mit Felsenbildern, deren Alter auf 17000
bis 20000 Jahre alt geschätzt wurde. Es scheint,
dass diese Höhle tausende Jahre von Menschen
benutzt war, da an den Wänden auch Zeichnungen,
die auf die Zeit etwa 5000 v. Chr. datiert sind,
gefunden wurden.
Die ersten Siedlungen in der Region gründeten
Iberer und Kelten. Danach wurde dieses Gebiet
von Römer erobert, die viele hunderte von Jahren
hier herrschten. In der folgender Zeit
wechselten sich die Machthaber dieses Gebiets.
Es waren hier u.a. Vandalen, Westgoten und
Byzantiner. Vom Anfang des 13 Jahrhundert, etwa
270 Jahre lang, gehörte Ronda zu islamischem
Reich der Nasriden. Ende 15 Jahrhundert wurde
die Region von Spanier erobert.
Die meisten historischen Bauwerke aus der
maurischen Herrschaft in Ronda findet man in der
Altstadt. Außer der schon vorher genannten
arabischen Brücke und der Überresten der
arabischen Bäder, zählen auch Palacio de
Mondragón (ehemaliger Sitz des Statthalters der
Nasriden, heutzutage ein Museum), sowie die Casa
del Gigante, ein gut erhaltenes Gebäude aus der
Zeit der Mauren, dazu. Sehenswert ist Alminar de
San Sebastián, ein früheres Minarett, das durch
Umbau zum christlichen Glockenturm umgeändert
wurde.
Die Neustadt liegt der Altstadt gegenüber auf
Plateau, das durch die Schlucht geteilt wurde.
Direkt am Steilhang wurde ein interessantes
Gebäude errichtet, Hotel der Parador von Ronda.
Seine Lage ist einzigartig.
In der Neustadt befindet sich eine der ältesten
Stierkampfarena (erbaut 1785) in Spanien. Im
Zentrum der Stadtteil liegt Plaza del Socorro.
In der Nähe gibt's viele Einkaufsmöglichkeiten
und Restaurants. Hier kann man Weine, Sierras de
Málaga, probieren, die in der Umgebung von Ronda
angebaut werden. Zu den bekannten
Persönlichkeiten, die von Ronda fasziniert waren
gehört u.a. Orson Welles, Ava Gardner und der
Lyriker Rainer Maria Rilka, der hier einige Zeit
lebte. Ernest Hemingway wohnte in Ronda
verschiedenen Stierkämpfen bei.
Diese kleine, außergewöhnliche Stadt gehört zu
beliebten Ausflugszielen der Urlauber in
Spanien. Der Ort steht auf den meisten
Programmen der Rundreisen durch Andalusien.
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