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Fotos von Mdina die ehemalige Hauptstadt von Malta
 

Mdina, die ehemalige Hauptstadt von Malta, liegt auf einem Felsplateau im Westen der Insel. Der kleine Ort ist von Festungsmauern umgeben. In den engen, verwinkelten Gassen mit dicht aneinander gebauten Häusern ist die Zeit, glaubt man, stehen geblieben. Es gibt hier keinen Autoverkehr. Viele alte Gebäude stammen aus dem Mittelalter. Die historische Stadt ist gepflegt und erstaunlich still und ruhig.

 

Der Falke von Malta: Historischer Roman

 

Malta im späten 9. Jahrhundert n.Chr. Die muslimischen Araber haben die Insel Malta eingenommen. Die christlichen Einwohner werden zwar geduldet, doch müssen sie mit erheblichen Einschnitten in ihre Rechte leben.
Als ein junger Christ ermordet wird, weist der Emir an, dass Sarim, der Hauptmann der Palastwache, diesen Fall aufklären soll und das möglichst schnell, womit er ihn ständig unter Druck setzt. Verwundert nimmt Sarim den scheinbar unbedeutenden Auftrag an. Als aber kurze Zeit später ein einflussreicher muslimischer Kaufmann in seinem eigenen Haus ermordet wird, muss Sarim erkennen, dass eine geheimnisvolle Verbindung zwischen den Morden besteht. Weitere Erkundungen lassen ihn auf einen alten Geheimbund „Die Falken des Propheten“ stoßen, der das Emirat zu stürzen gedenkt. Und auch die hübsche Kellnerin Maria, in die er sich bei seinen Befragungen verliebt, scheint in den Fall verstrickt zu sein! Mit jedem weiteren Schritt auf dem Wege zur Wahrheit begeben sich Sarim und seine Helfer in größte Lebensgefahr.
Der Falke von Malta" ist ein historischer Krimi, welcher durchgehend spannend geschrieben ist. Die Zeit im 9. Jh. n. Chr., in der sich muslimische Araber und Christen die Insel teilen und deren Zwistigkeiten untereinander, kommt hier sehr gut zum Ausdruck.

 

In Mdina leben heutzutage etwa 300 Menschen. Direkt an historisches Zentrum grenzt Stadt Rabat, ein ehemaliger Vorort von der alten Hauptstadt. Im Mittelalter befand sich in Mdina Sitz der Stadtregierung und das Verwaltungszentrum. Die Geschichte der Stadt geht in die punische Zeit zurück. Auf dem Ortsgebiet gab es damals schon Siedlungen. Die Stadt wurde aber etwa 200 Jahre v.Ch von Römer gegründet. Ihre Fläche war großer als heute.
Im 9 Jahrhundert eroberten Sarazenen die Insel. Aus strategischen Gründen grenzten sie die Stadt auf eine kleine Fläche ein und bauten Stadtbefestigungen aus. Im 11 Jahrhundert wurde Malta von Normannen erobert. In ihrer Zeit wurde in Mdina eine Kathedrale errichtet, die Apostel Paulus geweiht wurde. Im 17 Jahrhundert wurde das Gotteshaus beim Erdbeben fast total zerstört. Die neue Kathedrale stammt aus dem Jahr 1702. Sie ist im Barockstil erbaut.
Als der Johanniterorden im Jahr 1530 nach Malta kam, hat er sich auf der Halbinsel Birgu niedergelassen. Es wurden dort Bastionen errichtet und Befestigungen ausgebaut. Mdina verlor ihre Bedeutung. Der Orden verlegte später seinen Sitz in die neue Hauptstadt Valletta. Im 18 Jahrhundert wurde Malta und dabei auch Mdina von Napoleons Soldaten geplündert. Franzosen verbannten die Malteserritter von der Insel. In späteren Zeiten zählte Malta zu britischen Überseegebieten. In Mdina, in dem ehemaligen, wunderschönen Großmeisters Palast aus dem 18 Jahrhundert wurde Krankenhaus für die britischen Truppen untergebracht. Heute befindet sich hier ein Naturkundemuseum. Die ehemalige Hauptstadt hat nie wieder ihre ursprüngliche Bedeutung zurück gewonnen. Die Abwanderung der Einwohner setzte ein. Heutzutage ist Mdina eine ruhige Oase auf Malta und ein Touristenmagnet. Hier befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Eindrucksvoll ist das Haupttor, Main Gate, das der Großmeister de Vilhena anfangs des 18 Jahrhunderts zusammen mit einer Brücke erbauen ließ. Im Ort, innerhalb der Mauern, befinden sich viele Stadtpaläste (die teilweise öffentlich zugängig sind), gepflegte alte Häuser, Plätze und alte Kirchen. Sehenswert ist die Klosterkirche San Pietru und San Benedittu. Drinnen befinden sich Gemälde vom bekannten italienischen Maler Mattia Preti. Im Palazzo Falson, ist ein Museum untergebracht. Hier kann man Antiquitäten aus aller Welt anschauen. Das Erdgeschoss des Gebäudes stammt aus dem 11 Jahrhundert, das Obergeschoss wurde anfangs des 15 Jahrhunderts errichtet. Palazzo Inquanez wurde mehrmals umgebaut. Seine Grundmauern stammen aus dem 14 Jahrhundert. Hier hat seit 15 Jahrhundert das spanische Königshaus das Wohnrecht. In dem ehemaligen Rathaus aus dem 18 Jahrhundert, Banca Giuratale, befindet sich Nationalarchiv des Staates. Karmeliterkirche und Kloster stammen aus dem 17 Jahrhundert. Im 18 Jahrhundert wurden hier viele Schätze von Franzosen beschlagnahmt, was zu einem Aufstand der Bevölkerung gegen Napoleon führte.
Benediktinerinnenkloster wurde im 15 Jahrhundert errichtet. Der Baukomplex ist nicht für die Touristen zugänglich. Von den breiten Stadtmauern kann man bei schönem Wetter wunderbaren, weiten Ausblick genießen.
 

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